Hund in 7 Tagen an den Autositz gewöhnen

Ein neuer Hundeautositz ist ein fremdes Objekt an einem Ort, den Ihr Hund vielleicht ohnehin nicht mag. Setzen Sie ihn auf dem Weg zum Tierarzt hinein, haben Sie ihm beigebracht, dass der Sitz etwas Unangenehmes bedeutet. In der richtigen Reihenfolge legen sich die meisten Hunde ab Tag vier hin.
Das ist die Sieben-Tage-Version. Sie kostet zehn Minuten am Tag.
Tag 1: Der Sitz bleibt im Haus
Stellen Sie ihn noch nicht ins Auto. Lösen Sie die Gurte, legen Sie ihn im Zimmer auf den Boden, in dem Ihr Hund ohnehin schläft, und ignorieren Sie ihn. Werfen Sie im Vorbeigehen ein Leckerli hinein. Legen Sie seine eigene Decke hinein.
Sie tun genau eine Sache: Der Sitz soll nach Zuhause riechen, bevor er je mit dem Auto verknüpft wird. Diesen Schritt lassen die meisten aus, und er leistet die meiste Arbeit.
Tag 2: daneben füttern, dann darin
Stellen Sie den Napf neben den Sitz. Ist Ihr Hund entspannt, stellen Sie den Napf hinein. Steigt er nicht ein, gehen Sie zurück zu Leckerlis und warten Sie. Heben Sie einen Hund niemals hinein und halten Sie ihn dort fest.
Tag 3: das Auto, Motor aus
Jetzt wird montiert. Legen Sie die zwei Gurte um die Kopfstützenstangen, ziehen Sie sie fest, prüfen Sie, dass der Boden nicht rutscht. Tür auf, Leckerli in den Sitz, und Ihr Hund steigt allein ein. Setzen Sie sich fünf Minuten mit ihm nach hinten. Motor aus. Dann aussteigen, loben, fertig.
Fahren Sie an Tag 3 nirgendwohin. Genau darum geht es.
Tag 4: Motor an, weiter geparkt
Gleicher Ablauf, aber starten Sie den Motor und lassen Sie ihn zwei bis drei Minuten laufen, während der Hund im Sitz ist. Reden Sie normal, geben Sie ein Leckerli, Motor aus, aussteigen. Manche Hunde sind sichtlich erleichtert, wenn der Motor ausgeht und nichts passiert ist: Genau da entsteht die Verknüpfung.
Tag 5: bis ans Ende der Straße und zurück
Zwei Minuten Fahrt. Langsam, weich, kein hartes Bremsen. Befestigen Sie das Geschirr, niemals das Halsband, an der innenliegenden Sicherheitsleine, bevor Sie losfahren. Nach Hause, aussteigen, Leckerli, fertig.
Tag 6: fünf Minuten zu einem schönen Ort
Der Park. Zu Freunden. Irgendwohin, wo Ihr Hund freiwillig hinwollte. Nicht zum Tierarzt. Das Ziel ist die Belohnung, und ein einziger Tierarztbesuch an Tag 6 kann die ganze Woche zunichtemachen.
Tag 7: fünfzehn bis zwanzig Minuten
Längere Fahrt, gleiche Regeln: Geschirr angeleint, Fenster ein paar Zentimeter offen, Innenraum kühl, zwei bis drei Stunden vorher kein Futter. Legt er sich irgendwann hin, sind Sie fertig: Genau dieses Verhalten haben Sie aufgebaut.
Die Regeln, die jeden Tag gelten
- Geschirr, nie Halsband. Eine Leine am Halsband bündelt die Kraft am Hals.
- Rückbank, nicht vorne. Beifahrerairbags sind für Tiere gefährlich.
- Zwingen Sie ihn nie hinein. Ein Hund, der hineingetragen und festgehalten wird, lernt, dass der Sitz eine Falle ist.
- Machen Sie kein Theater. Beruhigen mit hoher Stimme sagt einem ängstlichen Hund, dass es wirklich etwas zu befürchten gibt. Seien Sie langweilig.
- Hören Sie in einem guten Moment auf. Beenden Sie, solange er entspannt ist, nicht erst, wenn er zu jaulen anfängt.
Wenn es nicht klappt
Er steigt überhaupt nicht ein. Gehen Sie zwei Tage zurück und werden Sie langsamer. Füttern Sie zu Hause notfalls eine Woche lang jede Mahlzeit im Sitz.
Er steigt ein, steht aber die ganze Zeit. Meist ein Größenproblem. Ein Hund, der sich nicht einmal ganz drehen kann, legt sich nicht hin. Sehen Sie in unseren Größenratgeber: zwischen zwei Größen die größere nehmen.
Ihm wird schon auf kurzen Fahrten schlecht. Das ist Reisekrankheit, nicht Angst, und braucht einen anderen Ansatz: siehe warum Hunden im Auto schlecht wird.
Er gerät in Panik: Zittern, Sabbern, Fluchtversuche. Brechen Sie das Programm ab und sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Schwere Angst vor dem Auto ist behandelbar, und Durchziehen macht es schlimmer.
Wie eine gute Woche aussieht
Von Tag 1 bis 3 scheint nichts zu passieren. An Tag 4 steigt er ohne Leckerli ein. An Tag 5 oder 6 legt er sich hin. An Tag 7 schläft er. Das ist der normale Verlauf, und wenn Ihr Hund zwei Wochen statt einer braucht, ist das ebenfalls normal.
Falls Sie noch einen Sitz auswählen: der Autositz für kleine Hunde und die Größe Medium für Hunde bis etwa 16 kg, der Autositz für große Hunde und der XL für größere Hunde oder zwei Hunde zusammen. Beide lassen sich abnehmen und als Hundebett hineintragen, und genau das macht Tag 1 möglich.
Allgemeine Informationen, keine tierärztliche Beratung. Wenn Ihr Hund leidet, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt.